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Was ist eine Landsmannschaft?
Bereits im Mittelalter wurden die Studenten nach ihrer Herkunft vom Lehrkörper in „nationes“ eingeteilt, die intern eine gewisse Struktur und Tradition pflegten. Sie werden als die ersten Landsmannschaften, ja die ersten Studentenverbindungen überhaupt angesehen. Sie lösten sich aber im 16. Jahrhundert, nach tief greifenden Reformen im Hochschulwesen auf. Im 19. Jahrhundert begannen wiederum an den deutschen Universitäten Studenten, sich nach ihrer regionalen Herkunft in Landsmannschaften zu vereinigen. Das Herkunftsprinzip, d. h. dass man, um Mitglied zu werden, aus einer bestimmten Gegend stammen musste, wurde aber ziemlich bald abgeschafft. Die ursprüngliche Herkunftsregion ist aber bei den meisten als Name geblieben (z. B. Saxonia, Westfalia, Bavaria, Onoldia, Rhenania, Ulmia, … oder eben Suevia).
Heute zeichnen sich Landsmannschaften vor allem durch folgende Merkmale aus: Sie sind Farbe tragend und in irgendeiner Form schlagend, ferner parteipolitisch und konfessionell unabhängig sowie liberal und tolerant, d. h. dass die Religion, die Herkunft oder das Studienfach sowie die Frage, ob jemand Wehrdienst geleistet hat, oder nicht für die Aufnahme in eine Landsmannschaft keine Rolle spielen. Allerdings sind Landsmannschaften reine Männerbünde. Die offizielle Abkürzung für Landsmannschaft ist übrigens L!
Wir unterscheiden uns …
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… von den konfessionell orientierten Verbindungen, weil bei uns der Glaube kein Aufnahmekriterium ist und Kirchgänge, Glaubensgespräche etc. weder vorgeschrieben noch überhaupt im Programm vorgesehen sind.
Auch haben wir nichts mit Vertriebenengruppen, etwa der Sudetendeutschen Landsmannschaft oder der Landsmannschaft Ostpreußen zu tun. Um sich von ihnen zu unterscheiden, führen Landsmannschaften oft das Attribut „Akademisch“.
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