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Wer kann Mitglied werden?
Beitreten kann jeder männliche Student der Universität Augsburg, der Fachhochschule Augsburg und des Staatsinstituts zur Ausbildung von Fachlehrern Augsburg, der eine Gemeinschaft sucht, sie mitgestalten, Verantwortung übernehmen und seinen Horizont erweitern will und eine demokratische und tolerante Grundeinstellung hat. Staatsangehörigkeit, Religion, Studienfach, politische Haltung, Weltanschauung usw. sind keine Aufnahmekriterien.
Aber: Wer nationalistische, rassistische, antidemokratische oder sonstwie radikale oder gegen gängige Sitten oder Gesetze verstoßende Tendenzen mitbringt, hat keine Aussicht auf Aufnahme!
Wie läuft die Aufnahme ab?
Schritt 1: Die Kontaktaufnahme
Ihr besucht unverbindlich unsere Veranstaltungen. Als unsere Gäste bekommt ihr dort Speisen und Getränke kostenlos. Dort könnt ihr die Verbindung und ihre Mitglieder persönlich kennen lernen und euch informieren. Wer feststellt, dass er ins Team passt und er sich für die Sache begeistern kann, stellt ein formloses Rezeptionsgesuch (=Aufnahmeantrag) an den Fuxmajor. Im Burschenconvent (kurze, interne Besprechung) wird entschieden, ob der Antragsteller rezipiert (aufgenommen) werden kann. Ist dies der Fall, folgt …
Schritt 2: Die Rezeption
Die Rezeption ist ein feierliches Aufnahmeritual, das i. d. R. im Rahmen einer Kneipe oder eines Stiftungsfestes stattfindet. Dabei wird dem/den Aufnahmekandidaten als Zeichen der Zugehörigkeit zur Verbindung die Mütze, das Fuxenband und die Couleurnadel überreicht. Auf diese Weise aufgenommene Studenten bezeichnet man nun als Füxe, es beginnt …
Schritt 3: Die Fuxenzeit
Nun ist man Mitglied der Verbindung (Bundesbruder), allerdings noch nicht vollberechtigt und lebenslang. Man sucht sich einen passenden Bierspitz (Kneipnamen) aus und erwählt einen Leibburschen (oder Biervater, also ein erfahrenes Verbindungsmitglied, das als persönlicher Ansprechpartner auf Lebenszeit dienen soll), mit dem man den ersten Zipf tauscht.
Die Fuxenzeit dauert i. d. R. zwei Semester. Neben den üblichen Verbindungsveranstaltungen besuchen die Füxe Fuxenconvente, das sind quasi Unterrichtsstunden, die durch den Fuxmajor erteilt werden. Dort lernen sie verschiedene theoretische wie praktische Dinge, die ein Couleurstudent eben wissen muss, etwa die Geschichte der Studentenverbindungen, die Geschichte der eigenen Verbindung, übliche Umgangsformen (Comment) u. v. m. In der Mitte der Fuxenzeit (also etwa nach einem Semester) findet die so genannte Brandung statt, ein weiteres Ritual, das die „Halbzeit“ der Fuxenzeit markiert. Ist die Regelfuxenzeit zu Ende, folgt …
Schritt 4: Die Burschung
Durch die Burschenprüfung wird festgestellt, ob der Kandidat die Inhalte der Fuxenconvente gelernt hat und somit in der Lage ist, als vollberechtigtes Mitglied die Verbindung nach außen zu repräsentieren und Verantwortung zu übernehmen. Ist dies der Fall, wird in einem kurzen Convent über seine Aufnahme entschieden, woran sich die eigentliche Burschung anschließt: Dabei wird dem Kandidaten das Fuxenband abgenommen und das Burschenband übereicht, ferner wird er auf Lebenszeit aufgenommen.
Als Bursch ist er vollberechtigtes Mitglied; nun kann er ein Chargenamt übernehmen und uneingeschränkt die Verbindung nach außen vertreten. Bursch bleibt man so lange, wie man studiert; als Referendar ist man inaktiver Bursch, danach Philister (oder Alter Herr).
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